Gemischter Satz

Gedichte | 13

Walter Hölbling: Gemischter Satz. Gedichte. Gangan Verlag, Stattegg 2019, 116 Seiten, Paperback, 21 x 14.8 cm, ISBN 978-3-900530-46-4, € 9,90

Gemischter Satz, Gedichte

abstand

die welt wird langsamer

hauchdünne nebelschleier schieben sich milchzart
zwischen die dinge und mein wollen

die klaren kanten der objekte
werden stumpf und weich
die dringlichkeit der augenblicke
weicht meinem grübeln
über mögliche entschlüsse
worte gerinnen zu abstrakter starre
in der die dinge ewig unverändert bleiben

ist es ein todesahnen
das mir am nacken tastet
und mich für eine weile
des trosts der ständigen veränderung beraubt?

es scheint das leben sich
mit weiten schritten zu entfernen
die küchenuhr tickt lauter als gewohnt

sie misst die zeit
von hier bis zu den sternen

ihr gang bleibt gleich

sie zählt
und bläst
die schleier meiner kurzen ewigkeit
sanft und bestimmt
in die vergangenheit

Walter Hölbling

Best of GANGAN

Gangan Lit-Mag #32 in Print

Gerald und Petra Ganglbauer (Herausgeber): Best of GANGAN 1984 bis 1994 (deutsch). Gangan Verlag, Stattegg 2018, 136 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-82-2, € 11,90

Die versammelten Beiträge mögen einerseits Rückschau sein, andererseits jedoch auch Signal einer Positionierung, die für meine literarische Ausrichtung jedenfalls insgesamt heute noch Gültigkeit hat. Schon in den Achtzigern zeichneten sich für den damaligen Mitherausgeber, den Autor Peter Pessl, und mich in den vorliegenden Texten jene zwingenden, formalen und ästhetischen Prämissen ab, die auch für unsere eigene weitere Arbeit zugleich Spiegel und richtungsweisend waren. Heute, da ich meine Tätigkeit als Herausgeberin längst zurückgelegt habe, erkenne ich nach wie vor eine Verwandtschaft mit den hier versammelten Autor/inn/en und deren Texten, auch wenn wir uns alle längst auch neue Sprachorte eröffnet haben. Petra Ganglbauer

Marc Adrian | Reinhold Aumaier | Franz Josef Czernin | Erwin Einzinger | Petra Ganglbauer | Anselm Glück | Bodo Hell | Ilse Kilic/Fritz Widhalm | Toni Kleinlercher | Peter Köck | Mike Markart | Andreas Okopenko | Peter Pessl | Andreas Reiter | Magdalena Sadlon | Christian Steinbacher | Liesl Ujvary | Peter Waterhouse | Alexander Widner

Disabilities and Diseases

Gangan Lit-Mag #45 in Print

Gerald Ganglbauer (Herausgeber): Disabilities and Diseases (bilingual). Gangan Verlag, Stattegg 2018, 68 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-95-2, € 7,90

45-print-coverU1Gerburg Garmann
Kweminyi Humphrey
Stefan Weber
Brett Dionysius
Wilda M. Morris
Horst Lothar Renner
Uli Sajko
Kevin Simmonds
Charles F. Thielman
Allen Qing Yuan
Gerald Ganglbauer
In memory of  Stefan Weber
1946 – 2018

Nur für Frauen! Women Only!

Gangan Lit-Mag #43 in Print

Karin Seidner (Gastherausgeberin): Nur für Frauen! Women Only! Gangan Verlag, Stattegg 2018, 96 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-93-8, € 9,90

Nora Aschacher | Daniela Beuren | Susanne Burgstaller-Poulter | Jennifer Compton | Grauenfruppe | Magdalena Jagelke | Karin Kaminker | Hillary Keel | Augusta Laar | Julia Lajta-Novak | Jo Langdon | Kerstin Lindros | Julie Maclean | Elena Malec | Mira Martin-Parker | Elke Papp | Sylvia Petter | Judith nika Pfeifer | Lisa Rosenblatt | Claudia Siefen | Monika Martina Sinowatz | Susanne Toth

Anleitung zum Dümmer werden

Praxis der Unbildung

Barbara Ladurner: Anleitung zum Dümmer werden. Gangan Verlag, Stattegg 2018, 108 Seiten, Softcover, 14,8 x 21 cm, ISBN 978-3-900530-44-0, € 9.90

Anleitung-zum-Duemmer-werden-U1Das vorliegende Buch ist eine natürlich nicht ohne Realitätsbezüge im Spiegel zu lesende Anleitung zum Verblöden, die aus der Feder eines gewissen Jens Dummermann zu stammen vorgibt und alle heute wesentlichen Lebensbereiche einer ironischen Prüfung unterzieht. Weh dem, der nicht herzlich darüber lachen kann.

Ein heißer Tipp

Ebenso pfiffig, geistreich und originell und ein heißer Tipp der neue Titel der Autorin. – Petra Ganglbauer www.schreibpaedagogik.com

Schulmädchentexte

Kreatives Schreiben in der Schulzeit

 

Barbara Ladurner: Schulmädchentexte. Gangan Verlag, Stattegg 2017, 88 Seiten, Softcover, 14,8 x 21 cm, ISBN 978-3-900530-42-6, € 9.90

Schulmaedchentexte-Cover-U1Dieses Werk umfasst in Prämisse und Nachwort ein kritisches Essay zum Thema Schulbildung und im Hauptteil eine Sammlung von hauptsächlich lyrischen Texten, die ich als Schülerin in der Schule oder in meiner Freizeit verfasst habe. Das Buch verfolgt das Ziel, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie wir der jungen Generation in der Schule durch kreatives Schreiben das Denken lehren können und setzt sich kritisch mit der österreichischen Neuen Reifeprüfung und den implizierten Lehraufgaben im Fach Deutsch auseinander. Die Entwicklung von Sprache und Denken ist wechselseitig voneinander bedingt und kann nicht durch starre Vorgaben und sinnentleerte Testsituationen ersetzt oder gar verbessert werden. Dieses Werk ist ein Plädoyer dafür, in allen bildungspolitischen Fragestellungen zuallererst das Wohl des jugendlichen Individuums zu bedenken und uns unserer Verantwortung für die Entwicklung der nachfolgenden Generationen zu stellen. Die vorliegende Textsammlung veranschaulicht, was im Rahmen eines freien Umgangs mit Sprache und Texten an Denkleistung und literarischem Schaffen möglich werden kann, möchte als literarische Sammlung gelesen werden und zugleich verdeutlichen, wie wertvoll doch die kreativen Arbeiten in der Schule und auch außerhalb für die Jugendlichen sind. Die Texte sind unverändert, chronologisch geordnet und umfassen den Zeitraum von 2005 bis 2014.

Wertvoll und motivierend

Die in Meran geborene und in Wien lebende Pädagogin hat ein im schreibpädagogischen Zusammenhang längst fälliges Buch geschrieben, indem sie auf die Notwendigkeit bzw. Unabdingbarkeit kreativen Schreibens für junge Menschen (und nicht nur für diese) Bezug nimmt.

Sie veröffentlicht in dem vorliegenden Buch nicht nur ganz bewusst eigene Texte, die sie als Schülerin verfasste, sondern hinterfragt auch die Kanonisierungen und Hierarchisierungen im Zusammenhang mit „guter Literatur“ und dem Jurywesen. Zugleich nimmt sie eine wesentliche Positionierung ein, nämlich jene, dass jeder Text (und seine Autorin, sein Autor) im kreativen Kontext wertvoll und ebenso eigenständig wie ernstzunehmend sind!
Eine Prämisse und ein kritisches Essay ergänzen die Textsammlung!

Ein Buch, das bereichernd für jene ist, die schon seit langem dem Leistungsdenken an Schulen (und im Literaturbetrieb) etwas entgegenhalten möchten, unter anderem ist es sicher ein guter Wegweiser für Deutschdidaktikerinnen!

Ein bildungspolitisch jedenfalls wertvolles Buch, das motivierend wirkt!
Petra Ganglbauer www.schreibpaedagogik.com

Sprache entsteht im Denken

Tolles Buch. Denn, der Mensch gehört wieder in den Mittelpunkt. Für Denken, Sprache sowie Kreativität braucht es Zeit und Kinder benötigen diese. Unser Bildungssystem setzt auf maßgeschneiderte Wirtschaftskräfte und vergisst das Individuum. Kritik darf und soll daran geübt werden – die Textsammlung zeigt eine kreative Entwicklung, die für jedes unserer Kinder wünschenswert ist. – Lukas Bauer Amazon

Der Klang des Sommers

Barbara Ladurner schreibt, um neue Welten zu erschaffen, kostbare Wortgebilde zu kreieren und reizvolle Sprachspielereien zu schmieden. – Salto Weekend salto.bz

Einunddreißig

Eine Liebesgeschichte mit 30 Zwischenspielen

 

Gerald Ganglbauer: Einunddreißig. Gangan Verlag, Stattegg 2015, 132 Seiten, illustriert mit einer Aktzeichnung von J. Steiner, gebunden, 21,5 x 15 cm, ISBN 978-3-900530-31-0, € 19,90

Wenn von Sex im Zusammenhang mit Parkinson die Rede ist, sind meist sexuelle Störungen wie Impotenz im Alter das Thema. Man verschweigt sehr oft Suchtverhalten mit umgekehrtem Effekt, wie Donjuanismus (Satyriasis oder Hypersexualität), eine der möglichen Nebenwirkungen von Parkinson-Medikamenten bei jüngeren Betroffenen.
Im Bett ist alles super. Frauen wie Männer neigen zur Promiskuität und leben aus Bindungsangst mit häufig wechselnden Partnern. Wenn aber Liebe ins Spiel kommt?
Der charmante Umgang des Autors mit Frauen führt unweigerlich zu Eifersucht und sie verlässt den vermeintlichen Don Juan.
Ein Buch über „komplizierte“ Beziehungen.

Früher schrieben Kinder noch Briefe ans Christkind mit ihren geheimsten Wünschen. Heute ist der 24. Dezember, Weihnachten, das Fest der Liebe. Liebes Christkind, alles was ich mir heute wünsche ist etwas Zeit mit ihr. Zeit zum Zuhören, Zeit für Annäherung, Verständnis und Versöhnung. Das wäre ein wunderbares Geschenk im Zeichen der Liebe, die uns verbunden hat, sowie der Freundschaft, die uns immer verbinden wird.  Ob blond, ob braun,
ich liebe alle Frau’n.

Jan Kiepura
Ich habe stets nur
unbewußt verführt,
weil ich immer selbst
der Verführte war.

Giacomo Girolamo Casanova (1725–1798)


Die Handlung verdient eigentlich die Bezeichnung Tragödie. Was als unbeschwerte Liebe beginnt endet in zermürbender Zweigleisigkeit, in ständigen Eifersuchtsvorwürfen und einem ungleichen Wettbewerb im Davon- und Nachlaufen.
Er, der sich nach Zweisamkeit sehnt kann nicht treu sein, Sie kuschelt lieber mit Meerschweinchen, letztlich bleiben beide unverstanden, die Auszeiten von einander werden immer länger, die Verletzungen tiefer, der Bruch ist am Ende nicht mehr zu kitten. Wenn da nicht das Wort Hoffnung zwischen den Zeilen stünde.Ulrike Sajko