Gemischter Satz

Gedichte | 13

Walter Hölbling: Gemischter Satz. Gedichte. Gangan Verlag, Stattegg 2019, 116 Seiten, Paperback, 21 x 14.8 cm, ISBN 978-3-900530-46-4, € 9,90

abstand

die welt wird langsamer

hauchdünne nebelschleier schieben sich milchzart
zwischen die dinge und mein wollen

die klaren kanten der objekte
werden stumpf und weich
die dringlichkeit der augenblicke
weicht meinem grübeln
über mögliche entschlüsse
worte gerinnen zu abstrakter starre
in der die dinge ewig unverändert bleiben

ist es ein todesahnen
das mir am nacken tastet
und mich für eine weile
des trosts der ständigen veränderung beraubt?

es scheint das leben sich
mit weiten schritten zu entfernen
die küchenuhr tickt lauter als gewohnt

sie misst die zeit
von hier bis zu den sternen

ihr gang bleibt gleich

sie zählt
und bläst
die schleier meiner kurzen ewigkeit
sanft und bestimmt
in die vergangenheit

Walter Hölbling

Disabilities and Diseases

Gangan Lit-Mag #45 in Print

Gerald Ganglbauer (Herausgeber): Disabilities and Diseases (bilingual). Gangan Verlag, Stattegg 2018, 68 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-95-2, € 7,90

45-print-coverU1Gerburg Garmann
Kweminyi Humphrey
Stefan Weber
Brett Dionysius
Wilda M. Morris
Horst Lothar Renner
Uli Sajko
Kevin Simmonds
Charles F. Thielman
Allen Qing Yuan
Gerald Ganglbauer
In memory of  Stefan Weber
1946 – 2018

Nur für Frauen! Women Only!

Gangan Lit-Mag #43 in Print

Karin Seidner (Gastherausgeberin): Nur für Frauen! Women Only! Gangan Verlag, Stattegg 2018, 96 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-93-8, € 9,90

Nora Aschacher | Daniela Beuren | Susanne Burgstaller-Poulter | Jennifer Compton | Grauenfruppe | Magdalena Jagelke | Karin Kaminker | Hillary Keel | Augusta Laar | Julia Lajta-Novak | Jo Langdon | Kerstin Lindros | Julie Maclean | Elena Malec | Mira Martin-Parker | Elke Papp | Sylvia Petter | Judith nika Pfeifer | Lisa Rosenblatt | Claudia Siefen | Monika Martina Sinowatz | Susanne Toth

Walter Hölbling

walter-hoelbling-buch
Privatfoto

Walter W. Hölbling (Jahrgang 1947) kam aus Mürzzuschlag nach Graz, wo er Englisch und Geschichte studierte und daraus eine akademische Karriere bis zum „Vorstand des Grazer Instituts für Amerikanistik“ machte. Gemeinsam mit Gabriele Pötscher hat er die englischsprachigen Lyrikbände Love Lust Loss (2003) und Think Twice (2006) veröffentlicht und 2007 das Lit-Mag #37 Myself and Others herausgegeben. Zahlreiche Gedichte sind in Anthologien und Magazinen erschienen. Gemischter Satz ist die erste Sammlung von Texten in seiner Muttersprache. Der Uni-Professor im Ruhestand pendelt derzeit zwischen Graz und Teneriffa.

In Arbeit

Makkabäus Ammering

Privatfoto

Makkabäus Ammering, geboren am 24. April 1969 in Gmunden (Oberösterreich). 1972 Übersiedlung – aufgewachsen und Schule in Salzburg, seit der Studienzeit in Wien. Studium an der Hochschule für angewandte Kunst. Nach dem Diplom (1995) einige Jahre im Berufsleben, danach wieder auf die Suche gegangen, nach sich selbst, Gott und der Welt. Anschließend hat er begonnen zu schreiben, und ist im sozialen Bereich tätig geworden. Daneben hat er laufend Veranstaltungen organisiert, im sozialen und künstlerischen Bereich. Lebt und arbeitet heute in Wien.

In Arbeit

  • Die ganze Welt (2019)

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GANGAN Lit-Mag
gangan.at

+ GANGAN Reviews reviews.gangan.at

Gangan Lit-Mag

Ursprünglich Gangway Lit-Mag, ISSN 1327-7073, ein internationales Literaturmagazin, seit 1996 herausgegeben von Gerald Ganglbauer und Gastherausgebern aus Australien, Irland, Singapur, den Vereinigten Emiraten, Bosnien und Österreich.  Wikipedia DE | Wikipedia EN

Gangan Reviews

Hunderte Buchbesprechungen haben Petra Ganglbauer und ein kleines Team von Germanisten seit 1999 verfasst. Diese Rezensionen österreichischer Literatur sind nun an einer neuen Adresse zu lesen.  Herausgeberin | Wikipedia DE

 

GANGWAY Cult-Mag
gangway.at
+ GANGWAY Music
music.gangway.at

Gangway Cult-Mag

Feuilleton, Journalismus, Essays, Konzertberichte, Theater, Kino, ein Blog seit 2001 aus Australien, ein österreichisches Kulturmagazin seit 2014. Herausgegeben von Gerald Ganglbauer. Wikipedia DE | Wikipedia EN

Gangway Music

Mit 50 (und steigend) besprochenen Alben schon eine beachtliche Liste. CDs, die in jede Sammlung gehören. Herausgegeben von Gerald Ganglbauer. Wikipedia DE | Wikipedia EN

Gangway Archiv

In der Presse: Salzburger Nachrichten

Eine frühe (vielleicht sogar die erste) Erwähnung in einer österreichischen Tageszeitung, (wieder) entdeckt beim Sichten von im Keller gelagerten Archivschachteln. Digitale Archive der Zeitschrift sind in der National Library of Australia (Canberra, ACT) und der österreichischen Nationalbibliothek (Wien).salzbuger_nachrichten-gangway

Gangan Archiv 1984–1994

Der „Vorlass“ aus Österreich, also noch aus der Zeit vor der Gründung des Lit-Mags im Jahr 1996 in Australien, befindet sich im Franz Nabl-Institut der Universität Graz und kann im Literaturhaus Graz eingesehen werden.

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© Gerhard Fuchs, Franz Nabl-Institut

Malevolent Fiction

Bernard Cohen, Gerald Ganglbauer,
Gregory Harvey (Hrsg.)

OZlit Collection 2
Australiens experimentelle Literatur

Gangaroo (Gangan Verlag) 2017, zweisprachig, 80 Seiten, Paperback, 20 x 13.5 cm, ISBN 978-1-86336-001-2, € 9.90

Texte von Jas H Duke, Paul Hewson & Linda Marie Walker, Ruark Lewis, Chris Mann und Ania Walwicz.

Erstveröffentlicht online im Gangan Lit-Mag (1996), übersetzt und überarbeitet von Gabi Malotras, Andrea Bandhauer und Gerald Ganglbauer.

Cover: Gerald Ganglbauer

 

Zur Zusammenarbeit kam es im Jahr 1991, als ich bei Editions einen Artikel veröffentlichte, wo Bernard Cohen Lektor und Gregory Harvey Herausgeber war. Der Band blieb jedoch unvollständig und ging damals nicht in Druck.

Made in Australia

Gisela Triesch & Rudi Krausmann (Hrsg.)

OZlit Collection 3
Die Poesie des fünften Kontinents

Gangaroo (Gangan Verlag) 1994, zweisprachig, 320 Seiten, Englische Broschur, 20 x 13.5 cm, ISBN 978-3-900530-23-5, € 19,90

Robert Adamson • Richard Allen • Bruce Beaver • Marita Beinssen • Judith Beveridge • Walter Billeter • Elizabeth Brown • Pamela Brown • Joanne Burns • Heather Cam • Nancy Cato • Anna Couani • James Cowan • Jack Davis • Bruce Dawe • Margaret Diesendorf • Rosemary Dobson • Michael Dransfield • Laurie Duggan • John Forbes • Peter Goldsworthy • Alan Gould • Robert Gray • Susan Hampton • Robert Harris • Martin Harrison • Kevin Hart • Gwen Harwood • Dorothy Hewett • Barry Humphries • Jurgis Janavicius • Kate Jennings • Eva Johnson • Martin Johnston • Rae Desmond Jones • Manfred Jurgensen • Antigone Kefala • Robert Kenny • Rudi Krausmann • Anthony Lawrence • Shelton Lea • Kate Lilley • Kate Llewellyn • Jennifer Maiden • David Malouf • Hyllus Maris • Billy Marshall-Stoneking • Don Maynard • Rhyll McMaster • Maurilia Meehan • Rod Moran • Les A. Murray • Mudrooroo Narogin • Oodgeroo Noonuccal • Geoff Page • Franco Paisio • Grace Perry • Dorothy Porter • Peter Porter • Jennifer Rankin • Barney Roberts • Nigel Roberts • Judith Rodriguez • Peter Rose • Gig Ryan • Peter Skrzynecki • Amanda Stewart • Randolph Stow • Jennifer Strauss • Bobbi Sykes • Andrew Taylor • Richard Kelly Tipping • John Tranter • Dimitris Tsaloumas • Chris Wallace-Crabbe • Ania Walwicz • Maureen Watson • Banumbir Wongar • Judith Wright • Fay Zwicky

Übersetzt von C. W. Aigner • Hans Magnus Enzensberger • Gerhard Fischer • Gerald Ganglbauer • Rudi Krausmann • Michael C. Prusse • Olaf Reinhardt • Isolde Scheidecker • Gisela Triesch • Volker Wolf

Cover: Gerald Ganglbauer

Evelyn Juers, Southerly und Ralph Elliott, Canberra Times sind zwei ausführliche Rezensionen, die in australischen Medien erschienen sind. Die Besprechung von Inge Neber wurde in dem deutschen Literaturmagazin Das Gedicht, Nr. 3 / Oktober 1995 abgedruckt, jene von Klaus Isele in Chelsea Hotel, A Magazine for the Arts, Volme 7, 1. Hj. 95.

Reviews

chelsea-hotel

Der dritte Band der aufwendig gestalteten OZlit Collection widmet sich der australischen Gegenwarts-Lyrik. Über 100 Gedichte von 80 Lyrikerinnen und Lyrikern zeugen davon, dass Australien auch in diesem Bereich “The Lucky Country” ist, wie Übersetzer Volker Wolf in seinem Vorwort feststellt. Staatliche Förderungsgelder sitzen hier locker (leider schon lange nicht mehr, Anmerkung des Verlegers), die Anzahl der Publikationen weißer und schwarzer Autoren beweist es. Im 20. Jahrhundert ist ein buntes Bild verschiedenster Dichtungen entstanden, sowohl was Themen, Formen als auch Sprache angeht. Angefangen bei den historischen Balladen einer Nancy Cato (“Der alte Swagman”) führt die nach Geburtsdaten chronologisch geordnete Sammlung bis zur provozierenden Anti-Hymne “Australia” einer Ania Walwicz, die über Satzspiegelbreite hinweg Klischees anhäuft. Themen aller Gedichte: das Land und das Verhältnis des Dichters zu ihm, die Konfrontation weißer Einwanderer und Aborigines, westliche Zivilisation vs. Leben mit der Natur. In der Lyrik der Aborigines steht sie an erster Stelle, bei den weißen Autoren ist vor allem die Herkunft Thema. Bezeichnend ihre Selbstironie: Was ist Australien? Drei leere Silben und kein Montmartre. (F. Paisio). Alle großen Namen sind vertreten: Die Aborigine Oodgeroo, Les Murray als in Europa bekanntester Australier, David Malouf, der Spezialist für die Frage der Herkunft etc.

Den Herausgebern und Übersetzern (u.a. H. M. Enzensberger) ein großes Lob für diesen einmaligen Band! Eine Empfehlung besonders an jene, die das Land und dessen Literatur ein bisschen kennen.

Inge Neber