Marc Adrian: Die Maschinentexte

Marc Adrian: Die Maschinentexte. Montagen, Textsynthesen, Computer generierte Texte und Permutationen. Sammlung 1966-1992. Neuauflage 2020, 192 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-900530-37-2, € 19,90

Marc Adrian galt schon in den 1960er Jahren als ein Vordenker, der mit selbsterstellten Programmroutinen auf den seinerzeit verfügbaren Computern neuartige Montagen aus Textmaterial generierte. Damals war er in einer Gruppe von “Schrift-stellern“ der Wiener Avantgarde, die aus Primärtexten mittels Loops und Permutationen neue Texte machten. Diese Montagen ergaben keine traditionell-lesbare Literatur, sondern in der Suche und Findung von Sprache und Schrift als Material visuelle “inventionen” auf Papier und in Experimentalfilmen. Heute kann das von einer künstlichen Intelligenz erledigt werden: mit “GPT-2”, einem Machine-Learning-System, das 50 Jahre nach Marc Adrians Computerexperimenten für Aufregung sorgt, da es laut der OpenAI-Foundation Texte erzeugt, die fast nicht mehr von menschlichen zu unterscheiden sind. Die Machbarkeit von Wirklichkeit hat Marc Adrian schon lange zuvor erkannt.

Umschlag Rückseite

Im Sommer 2020 (25 Jahre nach der Publikation online) erschien eine gebundene Druckausgabe der Textsammlung des 2008 verstorbenen Avantgardekünstlers und Filmemachers Marc Adrian als überarbeitete Neuauflage.
Auch drei Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung 1991 ist “die wunschpumpe” eine der spannendsten Montagen aus dem Wiener Rotlicht-Milieu.
Liegt in dieser Textsammlung der Schlüssel, um ihren Code zu dechiffrieren?

Best of GANGAN

Gerald und Petra Ganglbauer (Hrsg): Best of GANGAN 1984 bis 1994 (deutsch). Gangan Literaturmagazin Nr. 32, Stattegg 2018, 136 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-82-2, € 9,90

Gangan Lit-Mag #32 in print

Die versammelten Beiträge mögen einerseits Rückschau sein, andererseits jedoch auch Signal einer Positionierung, die für meine literarische Ausrichtung jedenfalls insgesamt heute noch Gültigkeit hat. Schon in den Achtzigern zeichneten sich für den damaligen Mitherausgeber, den Autor Peter Pessl, und mich in den vorliegenden Texten jene zwingenden, formalen und ästhetischen Prämissen ab, die auch für unsere eigene weitere Arbeit zugleich Spiegel und richtungsweisend waren. Heute, da ich meine Tätigkeit als Herausgeberin längst zurückgelegt habe, erkenne ich nach wie vor eine Verwandtschaft mit den hier versammelten Autor/inn/en und deren Texten, auch wenn wir uns alle längst auch neue Sprachorte eröffnet haben. Petra Ganglbauer, Wien

Marc Adrian | Reinhold Aumaier | Franz Josef Czernin | Erwin Einzinger | Petra Ganglbauer | Anselm Glück | Bodo Hell | Ilse Kilic/Fritz Widhalm | Toni Kleinlercher | Peter Köck | Mike Markart | Andreas Okopenko | Peter Pessl | Andreas Reiter | Magdalena Sadlon | Christian Steinbacher | Liesl Ujvary | Peter Waterhouse | Alexander Widner

Verlag | Buchhandel | Web

In memory of Marc Adrian, Peter Köck, Andreas Okopenko and Liesl Ujvary

Malevolent Fiction

Bernard Cohen, Gerald Ganglbauer,
Gregory Harvey (Hrsg.)

OZlit Collection 2
Australiens experimentelle Literatur

Gangaroo (Gangan Verlag) 2017, zweisprachig, 80 Seiten, Paperback, 20 x 13.5 cm, ISBN 978-1-86336-001-2, € 9.90

Texte von Jas H Duke, Paul Hewson & Linda Marie Walker, Ruark Lewis, Chris Mann und Ania Walwicz.

Erstveröffentlicht online im Gangan Lit-Mag (1996), übersetzt und überarbeitet von Gabi Malotras, Andrea Bandhauer und Gerald Ganglbauer.

Cover: Gerald Ganglbauer

 

Zur Zusammenarbeit kam es im Jahr 1991, als ich bei Editions einen Artikel veröffentlichte, wo Bernard Cohen Lektor und Gregory Harvey Herausgeber war. Der Band blieb jedoch unvollständig und ging damals nicht in Druck.