Gerald Ganglbauer: Kopfbahnhof

Notizen gegen das Vergessen, Gerald Ganglbauers letztes Buch. Werk in Arbeit, ISBN 978-3-900530-34-1

“Kopfbahnhof” nimmt den roten Faden auf, wo “Ich bin eine Reise” anno 2014 einen vorläufigen Halt gemacht hat.

Gerald Ganglbauers allerletztes Buch versammelt wesentliche Begegnungen und Stationen aus dem Leben des Autors und Verlegers, die jedoch ganz bewusst unprätentiös geschildert werden: Das Leben als Sammelsurium, als Ansammlung von Begebenheiten, die hier nacheinander, eigentlich beinahe nebeneinander zutage treten. Abschiede und Wiederbegegnungen, Zufallsbekanntschaften und Reiseabenteuer, der Verweis auf bisher erschienene Büchern des Autors, auf die Liebe, auf Sex und das alles präsentiert sich unter der Vorherrschaft der Krankheit Parkinson, an welcher Gerald Ganglbauer leidet und die ihn zunehmend belastet und einschränkt.

Jedoch weder diese Krankheit, noch andere „große“ Themen, wie die erste Liebe etwa, werden inszeniert, im Gegenteil. Gerald Gangbauer schildert seine Lebensstationen beinahe unaufdringlich, protokollarisch, mit leiser Stimme. Diese beinahe introvertierte Schreibweise steht im Gegensatz zu manchem Thema, das hier angesprochen wird. Denn er schreibt ganz offen auch über heute noch teilweise Tabuisiertes, überhöht jedoch nichts, dramatisiert nichts.

Ein Buch über das Leben, über jene Bereiche, die dem Autor wichtig sind und die wie kurze kleine Blitzlichter auftauchen um sofort wieder zu verschwinden, wenn das nächste Lebens-Kapitel angesprochen wird. Gerade dieser Abtausch von Kurztexten, die stets authentisch mit Fotos bebildert sind, macht das Buch kurzweilig und macht es zum Leben selbst.

Denn das Leben kommt und geht – jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde.

Gerald Ganglbauer | Parkinson Selbsthilfe | Parkinsong Duets

Best of GANGAN

Gangan Lit-Mag #32 in print

Gerald und Petra Ganglbauer (Hrsg): Best of GANGAN 1984 bis 1994 (deutsch). Gangan Verlag, Stattegg 2018, 136 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-82-2, € 11,90 | Verlag | Buchhandel | Web gangan.at

Die versammelten Beiträge mögen einerseits Rückschau sein, andererseits jedoch auch Signal einer Positionierung, die für meine literarische Ausrichtung jedenfalls insgesamt heute noch Gültigkeit hat. Schon in den Achtzigern zeichneten sich für den damaligen Mitherausgeber, den Autor Peter Pessl, und mich in den vorliegenden Texten jene zwingenden, formalen und ästhetischen Prämissen ab, die auch für unsere eigene weitere Arbeit zugleich Spiegel und richtungsweisend waren. Heute, da ich meine Tätigkeit als Herausgeberin längst zurückgelegt habe, erkenne ich nach wie vor eine Verwandtschaft mit den hier versammelten Autor/inn/en und deren Texten, auch wenn wir uns alle längst auch neue Sprachorte eröffnet haben. Petra Ganglbauer, Wien

Marc Adrian | Reinhold Aumaier | Franz Josef Czernin | Erwin Einzinger | Petra Ganglbauer | Anselm Glück | Bodo Hell | Ilse Kilic/Fritz Widhalm | Toni Kleinlercher | Peter Köck | Mike Markart | Andreas Okopenko | Peter Pessl | Andreas Reiter | Magdalena Sadlon | Christian Steinbacher | Liesl Ujvary | Peter Waterhouse | Alexander Widner

In memory of Marc Adrian, Peter Köck, Andreas Okopenko and Liesl Ujvary

Malevolent Fiction

Bernard Cohen, Gerald Ganglbauer,
Gregory Harvey (Hrsg.)

OZlit Collection 2
Australiens experimentelle Literatur

Gangaroo (Gangan Verlag) 2017, zweisprachig, 80 Seiten, Paperback, 20 x 13.5 cm, ISBN 978-1-86336-001-2, € 9.90

Texte von Jas H Duke, Paul Hewson & Linda Marie Walker, Ruark Lewis, Chris Mann und Ania Walwicz.

Erstveröffentlicht online im Gangan Lit-Mag (1996), übersetzt und überarbeitet von Gabi Malotras, Andrea Bandhauer und Gerald Ganglbauer.

Cover: Gerald Ganglbauer

 

Zur Zusammenarbeit kam es im Jahr 1991, als ich bei Editions einen Artikel veröffentlichte, wo Bernard Cohen Lektor und Gregory Harvey Herausgeber war. Der Band blieb jedoch unvollständig und ging damals nicht in Druck.

die maschinentexte

montagen, textsynthesen, computer generierte texte, permutationen

Marc Adrian: die maschinentexte. Gangan Verlag, Sydney 1996, ISBN 978-3-900530-25-9, iBook für iPad, iPhone und Mac, € 4,99

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aus: text nr. 9, die maschinentexte. (text nr. 9/67 wurde anläßlich der ausstellung „cybernetic serendipity“ im ICA london vom BBC als eigene sendung zusammen mit text nr. 10, 11 und (vielleicht) 8/67 gebracht, deren originale in london geblieben sind.)