Literaturkritik

Ein Online-Pionier verabschiedet sich in Papierform.
Von Renate Giacomuzzi

Warum ein Känguru Österreich mit Australien verbindet bzw. warum Klischees keinen wahren Kern haben

Best of Gangan 1984/1994/2004. Lit-Mag #32. Hrsg. von Gerald und Petra Ganglbauer. Stattegg: Gangan Verlag 2018.

Die Zukunft [der Literatur]. Lit-Mag #50. Hrsg. von Max Höfler (Guest Editor). Stattegg: Gangan Verlag 2019.

Gangway Kulturmagazin. Die Stattegger Jahre 2013–2020. Hrsg. von Gerald Ganglbauer. Stattegg: Gangan 2021.

Zugegeben – der Känguru-Titel ist ziemlicher Nonsens und außerdem so klischeehaft, dass es wohl einer gewissen Überredungskunst bedarf, um zum Weiterlesen zu motivieren. Ich versuche also mein Bestes. Das beste Argument, das mir einfällt, ist: Sie werden überrascht sein! Warum die Überraschung garantiert ist, hat ganz einfach damit zu tun, dass es sich hier um ein literarisches Onlineprojekt handelt, welches es mit der Kunst stets sehr ernst gemeint hat, und selbige – frei nach Luhmann – überraschen muss, weil wir sie sonst gar nicht als Kunst erkennen. Die Rede ist hier von einem der ältesten digitalen Literaturmagazine, das 1996 mit dem Titel Gangway[1] von dem damals in Sydney lebenden Österreicher Horst Gerald Ganglbauer gestartet wurde und nun – dies ist die leider traurige Nachricht – eingestellt wurde. Mit der letzten Nummer, Lit-Mag #50 (2019), kehrt das Onlinemagazin zum Ursprungsmedium seiner Gattung zurück und erscheint als Paperback. Der Abschied wurde allerdings bereits 2018 mit der ebenfalls in Printform publizierten Ausgabe Lit-Mag #32 angekündigt, einer Neuauflage der 2004 online erschienenen Jubiläumsausgabe zum zwanzigjährigen Bestehen des Literaturverlags Gangan.[2]

Kunst und Leben, einst Credo der klassischen Avantgardebewegung, verbinden sich mit diesen beiden Ausgaben, denn die jeweiligen Erscheinungsjahre markieren den zeitlichen Rahmen der Parkinsonerkrankung, die seit 2004 das Leben von Gerald Ganglbauer prägt[3] und die es ihm mittlerweile nicht mehr erlaubt, seine bisherige Tätigkeit als Verleger und Herausgeber fortzuführen: „Mit einer 176-seitigen Jubiläumsnummer verabschiede ich mich von dir, geschätzter Leser, denn auch meine Party, mein Honeymoon mit Parkinson, ist vorbei.“[4] 2021 erscheint dann schließlich noch eine Printausgabe, diesmal sehr bunt illustriert mit Fotos und Auszügen aus dem Kulturmagazin Gangway, wie sich das Onlinemagazin nach dem Umzug 2012 von Australien nach Österreich nannte – 2016 erfolgte dann die Ausgliederung der Primärliteratur in Gangan Lit-Mag, während das Kulturmagazin in der Art eines Feuilletons geführt wurde und neben Kulturberichten auch Musikrezensionen anbot. Auch in dieser nun zum Abschluss erschienenen Printausgabe mit „120 Artikel[n] aus den Stattegger Jahren“ geht es nicht nur um Kultur, sondern auch um Ganglbauers Engagement für die Parkinsongesellschaft und sein Leben mit der Krankheit, die sich „langsam aber unaufhaltsam […] in mein Leben geschlichen hat und es bestimmt“ (Editorial). Aber es geht sehr wohl auch um das kulturelle Angebot in Graz, das – vor allem mit dem Steirischen Herbst – den Interessen des umtriebigen Kulturvermittlers sehr entgegenkommt, denn diese richteten sich von Beginn an, also schon mit der Gründung des Gangan-Verlags in Graz 1984, auf sprachexperimentelle und neo-avantgardistische Literatur.

Die anfangs in den gemeinsam mit Petra Ganglbauer herausgegebenen gangan-Jahrbüchern publizierte Primärliteratur beschränkte sich zunächst auf den österreichischen Raum. Eine Auswahl daraus findet sich in der wiederaufgelegten Jubiläumsnummer Lit-Mag #32 mit einem „Best of Avantgarde“ aus zehn Jahren Verlagstätigkeit. Von Marc Adrian über Friederike Mayröcker bis hin zu Peter Waterhouse findet sich hier eine beeindruckende Liste von bekannten Namen, darunter auch (zumindest für mich) Überraschendes, nämlich der 2008 verstorbene Künstler und Filmemacher Marc Adrian, Begründer der „theorie des methodischen inventionismus[5]. Adrian, der gemeinsam mit Peter Kubelka zur österreichischen Filmavantgarde zählt, publizierte beim Gangan-Verlag zwei literarische Werke, nämlich Die Wunschpumpe. Eine Wiener Montage (1991) und die maschinentexte (1996), eine Sammlung von Texten, die zwischen 1966 und 1992 mit Techniken entworfen wurden, wie sie in der Stuttgarter und der Wiener Gruppe verwendet wurden. Neben Cut-up, Montage, Permutationen finden sich auch computergenerierte Texte, die an die „Stochastischen Texte“ von Theo Lutz erinnern, der im Jahre 1959 im Kreis um Max Bense mit einem Zuse-Computer die ersten Versuche mit Maschinenpoesie unternommen hat.

Was damals ganz neu war, ist aus der Sicht von aktuellen literarischen Projekten wie Textstelle vermutlich alt, doch Avantgarde ist letztlich der ewige Glaube an das Neue und das Versprechen von Zukunft schlechthin. Der Titel der allerletzten Ausgabe von Gerald Ganglbauer’s Literary Magazin Nummer 50 lautet also konsequent: The Future [Of Literature]. Diese von Max Höfler als „Gastherausgeber“ zusammengestellte Jubiläumsausgabe ist die internationale Variante des in Lit-Mag #32 vorgestellten Konzepts, denn nun ist Grenzüberschreitung das Stichwort, das ‚alles zusammenhält‘, sei es räumlicher, medialer oder ästhetischer Art. In dieser Textsammlung mischen sich Sprachen (z. B. Ann Cotten und Ilse Kilic), Bild+Text (z .B. S. J. Fowler und Iris Colomb), Print und Internet (z. B. Mara Genschel und Stefanie Sargnagel), Mensch und Maschine (z. B. Jörg Piringer und Robert McClean) und Autor*innen unterschiedlichster Herkunft, aber ähnlichen Alters (‚mittlere Generation‘). Manche Grenzüberschreitungen scheinen tatsächlich noch das bewirken zu können, was sie intendieren, nämlich Ärger, auch wenn dieser vielleicht manchmal anders ausfällt als erwartet. Ob Thomas Antonic mit seiner Satire „Kinga Kong, setzen!“ die ungarische Künstlerin Kinga Tóth frauenfeindlich missbraucht hat, wie es im Wikipedia-Artikel über Antonic heißt, oder nicht[6], mag jeder selbst entscheiden – dem Band schadet es nicht, denn das Missverständnis ist und bleibt das Salz der Literatur. Die Aufmachung dieser Ausgabe ist popig bunt und das Layout, wie bei allen Gangan-Publikationen, liebevoll bis ins Detail ausgearbeitet. Dazu gibt es außerdem noch einen Videostream auf Facebook, wo der Herausgeber Max Höfler den Band in einem einstündigen Beitrag vorstellt.

Möchte man das Besondere festhalten, das dieses Online-Magazin charakterisiert, das immerhin eines der ersten im deutschsprachigen Raum war, so könnte man auf eine Formulierung zurückgreifen, die sich als Schlusssatz im Editorial zur Jubiläumsausgabe Lit-Mag #32 findet: „Auch wenn sie im Netz publiziert wurde, ist das gedruckte Buch doch ihre ursprüngliche Form.“[7] Die Gangway-Magazine gingen tatsächlich aus einem Periodikum im Buchformat hervor, den Gangan-Jahrbüchern (Graz, Gangan-Verlag 1981-1989). Der Name zeigt aber deutlich, dass man von Anfang an weder die Literatur und Kultur noch die Trägermedien als etwas Statisches sah, sondern als einen sich stetig erneuernden Prozess: das althochdeutsche Verb „gangan“ (= „bewegen, entwickeln, verändern“) dient als Motto für die Jahrbücher und tatsächlich hat sich aus dem traditionellen Jahrbuchkonzept ein Online-Projekt entwickelt, das dem ursprünglichen Konzept der Printzeitschrift, aus dem es hervorgegangen ist, immer treu geblieben ist, gleichzeitig aber stets die sich laufend erneuernden Angebotsmöglichkeiten des neuen Mediums Internet nutzte und damit Design, Struktur und auch Name wie Domain des Webauftritts mehrmals erneuerte. Die ursprüngliche Fassung des 1996 in Sydney gestarteten Online-Magazins Gangway war eine doppelsprachige, dicht bis an den Rand mit Text gefüllte und dementsprechend unübersichtliche Website – nachzusehen in Webarchiven z. B. bei DILIMAG. Die von Anfang an stets penibel durchgeführte Einteilung der unterschiedlichen Textsorten in Rubriken (Primärliteratur, Buchbesprechungen, Interviews etc.) blieb aber stets bestehen und mündete in die zeitgemäß entschlackte und graphisch auf das Wesentliche reduzierte aktuelle Eingangsseite.

Was das Magazin und den Verlag aber im Kontext der österreichischen Literatur- und Kulturvermittlung zu etwas Besonderem macht, ist der Fokus auf ursprünglich zweisprachige Autor*innen aus Österreich und Australien, der dann ab 2004 noch einmal wesentlich erweitert wird auf Autor*innen, die im Ausland oder Exil leben[8] und auch thematisch auf den Schwerpunkt Multikulturalität gerichtet ist. So finden hier Texte und Namen Eingang, die in herkömmlichen Sammlungen österreichischer Literatur der Gegenwart keine Beachtung finden, da sie eben nicht immer in deutscher Sprache erscheinen, auch wenn der Autor/die Autorin deutschsprachiger Herkunft sind. Ein Beispiel dafür ist der aus Salzburg stammende Schriftsteller Rudi Krausmann (1933-2019), der den Großteil seines Lebens in Sydney verbrachte und von dem im Gangan-Verlag Gedichtbände und auch von ihm herausgegebene Anthologien australischer Literatur erschienen sind. Der – zumindest im deutschsprachigen Kulturraum – weit häufigere Blick auf das Fremde im Eigenen (deutschsprachige Literatur nicht-deutscher Herkunft) wird hier umgedreht und folgt dem literarischen Weg von Österreicher*innen in eine andere Kultur und Sprache.

„Beginnen, Bewegen, Verändern. Gerald Ganglbauers Reise“ – so lautete der Titel einer Einführung zum 30. Jubiläum des Gangan-Verlags, die der österreichische Germanist Gerhard Fuchs 2015 im Grazer Literaturhaus hielt. Gerald Ganglbauer selbst lässt seine eigene Reise im „Kopfbahnhof“ enden. Untertitel: „Leben mit Young Onset Parkinson“ (Gangan-Verlag 2020).

Renate Giacomuzzi, 21.06.2021


[1] Aktuelle Domains (Stand: 14.06.2021): Eingangsportal für alle Gangan-Projekte: http://www.gangan.com/Lit-Mag. Internationales Literaturmagazin 1996-2019: https://www.gangan.at/; Gangway. Kulturmagazin1996-2020: https://www.gangway.at/; Gangan Book Reviews: https://reviews.gangan.at/; Gangway Musik Reviews: https://music.gangway.at; Gangan Verlag: https://verlag.gangan.at/

[2] Verlagsorte: 1984-1986 Graz, 1986-1989 Wien, 1989-2013 Sydney, seit 2014 Stattegg.

[3] Vgl. Lit-Mag #32, S. 131.

[4] „Über die letzte Nummer“. In: Gangan Lit-Mag (Zugriff: 09.06.2021).

[5] Siehe dazu den Artikel von Hermann Hendrich: „Zu den literarischen Arbeiten von Marc Adrian“. In: Lit-Mag #49, 27. September 2017.

[6] Kinga Tóth ist selbst in Heft #50 mit einem Beitrag vertreten: xyz, Print S. 158-160 und online.

[7] Lit-Mag #32, S. 131. 

[8] Vgl. Editorial/Vorwort (Archivfassung).
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About Sex

Gerald Ganglbauer (Hrsg.): About Sex. Gangan Literaturmagazin Nr. 48, Stattegg 2021, 52 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-98-3, € 9,90

GANGAN Lit-Mag #48

GANGAN Lit-Mg #48

Marc Adrian | Susanne Ulrike Maria Albrecht | Bright Angel | P.Baehr | Gloria Beinhaus | Gerald Hartwig | Kerstin Lindros | Uli Sajko | Linda Marie Walker

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Es wird oft behauptet, wir seien heute „over-sexed and under-fucked“. Dabei stellt sich die Frage, ob es unschuldige Nacktheit gibt. Sex sells, sagen die Werber. In strengeren Zeiten war NUDE = RUDE, aber wie sieht man das heute? Was ist aus der 68er Generation und der freien Liebe geworden? – Gerald Ganglbauer, Sydney und Graz

Österreichische Zeitgenossen

Petra Ganglbauer (Gastherausgeberin): Österreichische Zeitgenossen. Gangan Literaturmagazin Nr. 41, Stattegg 2021, 52 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-91-4, € 9,90

GANGAN Lit-Mag #41

GANGAN Lit-Mag #41

Marietta Böning | Peter Bosch | Lucas Cejpek | Manfred Chobot | Ilse Kilic/Fritz Widhalm | Margret Kreidl | Erika Kronabitter | Doris Nußbaumer | Peter Pessl | Dieter Sperl | Günter Vallaster

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Diese Ausgabe präsentiert auszugsweise Arbeiten von zeitgenössischen österreichischen Autorinnen und Autoren unterschiedlichster Provenienz und spiegelt damit den formalen wie inhaltlichen Facettenreichtum ihrer Werke. Wesentlich ist, dass diese Ausgabe eine Plattform für work in progress sein möchte und alleine die Tatsache zählt, dass Autorinnen und Autoren kontinuierliche Arbeit leisten, abseits von Mainstream und marktspezifischen Manipulationsmechanismen, jenseits vorgefertigter Programmschienen. Schreiben, der Prozess an sich sei hervorgehoben – Produkte fabriziert ohnehin der Markt. – Petra Ganglbauer, Burgenland und Wien

Die Zukunft [der Literatur]

Max Höfler (Ed.): The Future [Of Literature] bilingual, Paperback, 176 pp. ISBN 978-3-900530-50-1, € 9,90

GANGAN Lit-Mag #50 Taschenbuch

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#50 EN

Konstantin Ames | Thomas Antonic | .aufzeichnensysteme | Iris Colomb | Ann Cotten | Crauss. | Brigitta Falkner | Frédéric Forte | Steven J. Fowler | Natascha Gangl | Mara Genschel | D. Holland-Moritz | Zuzana Husárová | Maja Jantar | Benediktas Januševičius | Mark Kanak | Ilse Kilic | Barbi Marković | Robert Herbert McClean | Alexander Micheuz | Nick Montfort | Fiston Mwanza Mujila | Simona Nastac & Olga Stehlíková | Jörg Piringer | Tomáš Přidal | Robert Prosser | Stefanie Sargnagel | Bernhard Saupe | Clemens Schittko | Ulrich Schlotmann | Stefan Schmitzer | Martin Glaz Serup | Muanis Sinanović | Dieter Sperl | Ulf Stolterfoht | Kinga Tóth | Mathias Traxler

#50 DE

Für unser letztes GANGAN Lit-Mag habe ich Max Höfler als Gastherausgeber gewählt. Er ist ein gut vernetzter Autor der mittleren Generation und 38 Schriftsteller*innen sind seiner Einladung in die Jubiläumsnummer gefolgt. Das läßt eine Zukunft [der Literatur] erahnen, der ich viel Erfolg und Spass am kreativen Schreiben wünsche. – Gerald Ganglbauer, Stattegg-Ursprung, 1. November 2019

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Medieninformation

Das letzte Gangan Literaturmagazin

Von 1996 bis 2019 erschienen rund 600 internationale Beiträge im Gangan Lit-Mag

Noch rechtzeitig vor Weihnachten 2019 ist das Lit-Mag #50 von Gerald Ganglbauer erschienen, als letztes seiner Art, wie der langjährige Verleger, Herausgeber und Autor betont.

Wobei er sich für die 50. Ausgabe einen Gastherausgeber geholt hat, den 41jährigen Autor und früheren Literaturbeauftragten des Grazer Forum Stadtpark, Max Höfler. Der konnte weitere 38 Autorinnen und Autoren gewinnen, deren Texte sich auf 176 Seiten finden.

Die Liste reicht von A wie zum Beispiel Konstantin Ames über K wie Ilse Kilic und S wie Stefanie Sargnagel bis T wie Kinga Toth. Nicht unter G, sondern außerhalb der alphabetischen Reihung findet sich Verleger Gerald Ganglbauer. Der hat zwar keinen literarischen Text beigesteuert, ist aber für die Gesamtgestaltung des „Lit-Mag“, das eigentlich ein Buch ist, zuständig.

Die Frage, warum die Nummer 50 den Schlusspunkt setzt, beantwortet Verleger Gerald Ganglbauer im Online-Auftritt: „Mit einer 176-seitigen Jubiläumsnummer verabschiede ich mich von dir, geschätzter Leser, denn auch meine Party, mein Honeymoon mit Parkinson, ist vorbei.“ Auch wegen dieser Erkrankung ist Ganglbauer zwei Jahrzehnte nach Gründung des Projekts Gangan Literaturmagazin in Sydney, Australien, wieder an seinen Ursprung zurückgekehrt. Und zwar im Wortsinn: Er bewohnt ein Häuschen in Stattegg-Ursprung bei Graz.

Das Lit-Mag #50 gibt es um wohlfeile EUR 12,90 über www.gangan.at zu erstehen. Wahlweise deutschsprachig – Die Zukunft [der Literatur] – und englisch – The Future [Of Literature]. Wobei man, um die Texte lesen zu können, auch die deutsche Sprache beherrschen sollte. Denn bei den einzelnen Beiträgen wurde die Originalsprache, zumeist die deutsche, beibehalten.

Mit herzlichen Grüßen
Martin Novak

Die Kronenzeitung am 22.12.2019

Fühler in die Zukunft ausstrecken

Die Zukunft [der Literatur]. Hrsg.: Max Höfler. Gerald Ganglbauers Literaturmagazin Nummer 50.
Gangan Verlag, Graz, 2019.

Gerald Ganglbauers Literaturmagazin Nummer 50

Gänzlich auf der Höhe der Zeit, denn wie sollte man sonst die Fühler in die Zukunft ausstrecken, findet sich die von Max Höfler zusammengestellte 50. Ausgabe des Gangan Lit-Mags.

„Die Zukunft [der Literatur]“ ist die Gegenwart. Doch die Gegenwart sprengt die zeitlichen und formalen Fesseln. Die hier versammelten Texte sind also gewissermaßen zeitlos.

Insgesamt 38 zeitgenössische Autorinnen und Autoren, darunter Ann Cotten, Ulrich Schlotmann, Stefan Schmitzer, Ilse Kilic, Mark Kanak oder Kinga Tóth reiben sich an der Sprache und ihrer Kombinatorik, setzen Visuell Poetisches in Szene, gestalten angeregt und anregend mit Schrift, Text und Papier. Arbeiten sich ab.

Es gibt Zeitschriften, die konventionell sind und es gibt solche, die sich dem Zugang nicht freiwillig erschließen, die, ganz im Gegenteil, sich und ihr elaboriertes Potenzial quasi einbunkern.

Das vorliegende Magazin öffnet sich, gerade weil der Level ein avancierter ist und sich die akribischen Verstiegenheiten an der Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft, Literatur und Kunst, Literatur und Literatur, Literatur und Gesellschaft finden.

Hier wächst Sprache über sich und somit über das Heute hinaus.

Die Präsentation von Gerald Ganglbauers Literaturmagazin Nummer 50 am 25.3.2020 im Grazer Forum Stadtpark musste leider abgesagt werden (lt. einer Verordnung gegen die Ausbreitung des Corona-Virus).

Myself and Others

Gabriele Pötscher and Walter W. Hölbling (Eds.): Myself and Others (bilingual), Paperback, 84 pp. ISBN 978-3-900530-87-7, € 9,90

GANGAN Lit-Mag #37

Buchcover

Mirko S. Božic | Jennifer Compton | Zdravka Evtimova | Charles Frederickson | Michaela A. Gabriel | Simon M. Jonas | Jonas Knutsson | Christopher Mulrooney (1956 – 2015) | Peter Murphy | Tanja Murray | Melissa Petrakis | Horst Lothar Renner | Ian C. Smith | Reinhold F. Stumpf | Lawrence Upton

The theme of this issue, Myself and Others, is as topical now as it was at the beginning of humankind, and we think it is worth taking a closer look at contemporary feelings and ideas on the subject. Readers can meet many selves – and even more others – in the fifteen contributions we have selected out of a veritable flood of submissions. We have no illusions that the collection is representative in a scholarly sense, yet we believe that the self-concepts and relations expressed in this international medley are highly stimulating and provide inspiring samples of possible as well as impossible dialogues with the world. Enjoy! – Gabriele Pötscher and Walter Hölbling, Graz and Tenerife

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Graz anno 2003

Gerald Ganglbauer (Hrsg): Graz anno 2003 (deutsch). Gangan Literaturmagazin Nr. 28, Stattegg 2019, 76 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-78-5, € 9,90

Gangan Lit-Mag #28 in print

2003-cover-U1The submission by Austrian writer Helmut Schranz, and the heated discussion amongst members of the Styrian literary circle that followed inspired me to dedicate this issue to the City of Graz, being 2003 European Cultural Capital. Sorry, German language only – or should I say “language warning”?
Gerald Ganglbauer
Sydney & Graz

Gerald Ganglbauer | Helmut Schranz | Ralf B. Korte | Hans Fraeulin | Renate Weis | Walter W. Hölbling | Gernot Lauffer | Monika Mokre | Mona May | Monika Wogrolly | Hermann J. Hendrich | Siegfried Holzbauer

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In Memory of Helmut Schranz 1963 – 2015 and Hans Fraeulin 1950 – 2017

Best of GANGAN

Gerald und Petra Ganglbauer (Hrsg): Best of GANGAN 1984 bis 1994 (deutsch). Gangan Literaturmagazin Nr. 32, Stattegg 2018, 136 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-82-2, € 9,90

Gangan Lit-Mag #32 in print

Die versammelten Beiträge mögen einerseits Rückschau sein, andererseits jedoch auch Signal einer Positionierung, die für meine literarische Ausrichtung jedenfalls insgesamt heute noch Gültigkeit hat. Schon in den Achtzigern zeichneten sich für den damaligen Mitherausgeber, den Autor Peter Pessl, und mich in den vorliegenden Texten jene zwingenden, formalen und ästhetischen Prämissen ab, die auch für unsere eigene weitere Arbeit zugleich Spiegel und richtungsweisend waren. Heute, da ich meine Tätigkeit als Herausgeberin längst zurückgelegt habe, erkenne ich nach wie vor eine Verwandtschaft mit den hier versammelten Autor/inn/en und deren Texten, auch wenn wir uns alle längst auch neue Sprachorte eröffnet haben. Petra Ganglbauer, Wien

Marc Adrian | Reinhold Aumaier | Franz Josef Czernin | Erwin Einzinger | Petra Ganglbauer | Anselm Glück | Bodo Hell | Ilse Kilic/Fritz Widhalm | Toni Kleinlercher | Peter Köck | Mike Markart | Andreas Okopenko | Peter Pessl | Andreas Reiter | Magdalena Sadlon | Christian Steinbacher | Liesl Ujvary | Peter Waterhouse | Alexander Widner

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In memory of Marc Adrian, Peter Köck, Andreas Okopenko and Liesl Ujvary

Disabilities and Diseases

Gerald Ganglbauer (Hrsg): Disabilities and Diseases (bilingual). Gangan Literaturmagazin Nr. 45, Stattegg 2018, 68 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-95-2, € 9,90

Gangan Lit-Mag #45 in print

45-print-coverU1

Issue #45 presents material, that relates in some way to life with a physical disability like a movement disorder or a chronic illness. The theme is close to my own skin, as I suffer from Young Onset Parkinson’s disease. Parkinson’s is also somewhat the focus of this issue, which coincided with the World Parkinson Congress in Montreal. Gerald Ganglbauer, Stattegg-Ursprung

Gerburg Garmann | Kweminyi Humphrey | Stefan Weber | Brett Dionysius | Wilda M. Morris | Horst Lothar Renner | Uli Sajko | Kevin Simmonds | Charles F. Thielman | Allen Qing Yuan | Bonus Text von Gerald Ganglbauer: 10 Jahre Parkinson

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In memory of Stefan Weber
1946 – 2018

Nur für Frauen! Women Only!

Karin Seidner (Gastherausgeberin): Nur für Frauen! Women Only! Gangan Literaturmagazin Nr. 43, Stattegg 2018, 96 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-93-8, € 9,90

Gangan Lit-Mag #43 in print

Für diese Nummer haben wir Beiträge von Autorinnen zum Thema Reisen/ Unterwegssein/ modernes NomadInnentum/ Migration/ Leben zwischen den Kulturen/ Fremdsein/ Land-Flucht/ Heimat-Flucht/ Mehrsprachigkeit und anderen Formen des In-der-Welt-Seins von Frauen gesucht.
This Lit-Mag is dedicated to women.
We’ve been seeking submissions of female authors regarding traveling/ transition/ migration/ going abroad/ migration into cities/ multilingualism/ being a foreigner and other forms of female ways of life. Karin Seidner Guest editor, Vienna

Nora Aschacher | Daniela Beuren | Susanne Burgstaller-Poulter | Jennifer Compton | Grauenfruppe | Magdalena Jagelke | Karin Kaminker | Hillary Keel | Augusta Laar | Julia Lajta-Novak | Jo Langdon | Kerstin Lindros | Julie Maclean | Elena Malec | Mira Martin-Parker | Elke Papp | Sylvia Petter | Judith nika Pfeifer | Lisa Rosenblatt | Claudia Siefen | Monika Martina Sinowatz | Susanne Toth

Hrsg. | Verlag | Buchhandel | Web