Walter Hölbling

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Walter W. Hölbling (Jahrgang 1947) kam aus Mürzzuschlag nach Graz, wo er Englisch und Geschichte studierte und daraus eine akademische Karriere bis zum „Vorstand des Grazer Instituts für Amerikanistik“ machte. Gemeinsam mit Gabriele Pötscher hat er die englischsprachigen Lyrikbände Love Lust Loss (2003) und Think Twice (2006) veröffentlicht und 2007 das Lit-Mag #37 Myself and Others herausgegeben. Zahlreiche Gedichte sind in Anthologien und Magazinen erschienen. Gemischter Satz ist die erste Sammlung von Texten in seiner Muttersprache. Der Uni-Professor im Ruhestand pendelt derzeit zwischen Graz und Teneriffa.

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Makkabäus Ammering

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Makkabäus Ammering, geboren am 24. April 1969 in Gmunden (Oberösterreich). 1972 Übersiedlung – aufgewachsen und Schule in Salzburg, seit der Studienzeit in Wien. Studium an der Hochschule für angewandte Kunst. Nach dem Diplom (1995) einige Jahre im Berufsleben, danach wieder auf die Suche gegangen, nach sich selbst, Gott und der Welt. Anschließend hat er begonnen zu schreiben, und ist im sozialen Bereich tätig geworden. Daneben hat er laufend Veranstaltungen organisiert, im sozialen und künstlerischen Bereich. Lebt und arbeitet heute in Wien.

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  • Die ganze Welt (2019)

Josef Haslinger

Foto © Ubud Writers & Readers Festival 2012

Josef Haslinger, geboren am 5. Juli 1955 in Zwettl/NÖ. Studium der Philosophie, Theaterwissenschaft und Germanistik in Wien. 1980 Promotion mit einer Arbeit über “Die Ästhetik des Novalis”. 1976-92 Mitherausgeber der Literaturzeitschrift “Wespennest”. Gemeinsam mit Karl-Markus Gauß Herausgeber der Werke Hugo Sonnenscheins. 1986-89 Generalsekretär der Grazer Autorenversammlung. Lehraufträge an den Universitäten Kassel, Innsbruck, Wien und Leipzig. Lebt in Wien, Leipzig und New York.

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Petra Ganglbauer

Foto © Gerald Ganglbauer

Petra Ganglbauer, geboren 1958 in Graz, freie Autorin und Radiokünstlerin, Schreibpädagogin. Literaturkritikerin, Lektorin. Lebt in Wien und im Burgenland. Neben literarischen Rundfunk- und Buchveröffentlichungen arbeitet sie auch immer wieder organisatorisch an Veranstaltungen und Symposien. 1993 hielt sie die Wiener Vorlesungen in der Alten Schmiede. Präsidentin der Grazer Autorenversammlung.

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Magdalena Sadlon

Foto © Exil der Frauen, Italien

Magdalena Sadlon, geboren am 2. 8. 1956 in Zlaté Moravce (Slowakei), emigrierte 1968  mit der Familie nach Österreich, Schauspielausbildung, anschließend Arbeit am Theater, lebt seit 1984 als Schriftstellerin und Übersetzerin in Wien und Zwettl (Niederösterreich). Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich 1990, Förderungspreis der Stadt Wien 1990, Theodor-Körner-Preis 1992, Österreichisches Staatsstipendium für Literatur 1993. Veröffentlichungen: Man sucht ein Leben lang. 41 Anagramme, Gangan 1988; Entweder Olga, Gangan 1993, Die wunderbaren Wege, Paul Zsolnay Verlag, 1999; Solange es schön ist. Zsolnay 2006.

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Mike Markart

Foto © Gerald Ganglbauer

Mike Markart, geboren am 25. 8. 1961 in Graz, lebt in Stainz.
Veröffentlichungen u.a.: Der doppelte Wert der Stunde, Gedichte in Unstimmig, Gangan 1985; Belsize Park, Gedichte, Gangan 1986, Neuauflage 2016; Die Einzelteile des Lebens, Prosa, Gangan 1991; Das Tier in meinem Kopf, Prosa, Edition Kürbis 1993; Die windstillen Vogelscheuchen, Gedichte, Grasl 1997; Dillingers Fluchtplan, Erzählung, Edition Kürbis 2008; Calcata, Roman, Braumüller 2009; Magritte,, Erzählungen, Keiper 2012; Der dunkle Bellaviri, Keiper 2013; Ich halte mir diesen Brief wie einen Hund, Roman. Keiper 2014 – www.markart.net

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Barbara Ladurner

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Barbara Ladurner, geboren am 6. April 1991 in Meran (Südtirol). 2010 aus Studiengründen nach Wien gezogen. Lehramtsstudium Deutsch und Italienisch an der Universität Wien, Universitätslehrgang „Elementare Musikpädagogik“ an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, mehrfache Preisträgerin und Ehrenmitglied der Società Dante Alighieri in Meran, mehrfache Gewinnerin von Leistungsstipendien des Landes Südtirol. Sie arbeitet freiberuflich als Unterrichtende und als Lehrerin in höheren Schulen für den Stadtschulrat Wien und hat außerdem ein Bildungsinstitut gegründet, das sie leitet.

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Peter Köck

Foto © Sigrid Köck-Hatzmann

Peter ‘Pjotr’ Köck, geboren am 2. 10. 1949 in Pöllau, Steiermark, lebte in Graz, Studium Psychologie/ Philosophie, Dissertation über ‘Nahwahrnehmung’, Jazz-Trompeter, Bildkünstler, seit 1987 in Wien, wo er am 1.6.1989 im Donau-Oder-Kanal aus ‘unerklärter Ursache’ ertrank. Veröffentlichungen seit 1975 im Rundfunk, in Zeitschriften und in Anthologien, Haikus u.a. in ganganbuch 5. Das Bild anfängt stehen, LXIV Etüden in Haiku, Gangan 1989; Das unbewältigte Wörterbuch, Gangan 1990.

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Vertonte Texte

Tommy Nawratil’s Redshift (1998)

Lesungen mit Musik

H. Peter Friedl (Stimme) und Thomas Berghammer (Trompete, Althorn, Akkordeon und Stimme)

Plakat: Hommage à Peter Köck (2009)

 

Gerald Ganglbauer

Foto: Christian Plach

Gerald Ganglbauer (geboren 1958 in Graz) studierte an der Universität Graz Akademischer Medienfachmann (1986) sowie IT Ingenieur am Sydney Institute of Technology (2006). Im Jahr 1982 war er Mitbegründer der Literaturzeitschrift Perspektive, 1984 gründete er den Gangan Verlag, ging 1986 nach Wien, und von 1989 bis 2013 lebte und arbeitete er in Sydney, Chennai und Perth. 2007 schockte die Diagnose: Parkinson, 2014 ist sein erstes Buch erschienen. Er lebt jetzt in Stattegg-Ursprung (Graz-Umgebung).

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Kleine Zeitung, 23. Jänner 2000

Marc Adrian

Foto © Moucle Blackout

Marc Adrian, geboren am 4. 12. 1930 in Wien, Dozenturen und Professuren in Hamburg und Kassel (Deutschland), sowie Cambridge, Mass. (USA), gestorben am 5. 2. 2008 in Wien.

Veröffentlichungen: inventionen, Linz 1980; Marc Adrian. Das filmische Werk. (Hrsg.: Otto Mörth), Sonderzahl Verlag, Wien 1998; seit 1957 umfangreiche Filmarbeit, zuletzt pueblo, Window Rock (USA) und Wien 1990; Übersetzer von Kenneth Patchen, Maler, Bildhauer, u.v.m.

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Marc Adrian 1930–2008
Abschied von einem Vater der Medienkunst: Der österreichische Filmemacher war Weggenosse von Peter Kubelka und Ferry Radax

Wien – „eine existenz wählt man nicht, man hat sie erhalten und verteidigt sie als geistige zu jeder stunde gegen die externen versuche, als mensch dahin manipuliert zu werden, wohin einen die macht verschieben will, damit man ihr besser diene als sich selbst.“ – Marc Adrian, im Mai 2007 im Katalog seiner Werkschau in der Neuen Galerie Graz.

Co-Kurator Peter Weibel würdigte im selben Kompendium Adrian als „Vater der österreichischen Medienkunst“: Das stellte größere Zusammenhänge her als die relativ strikten disziplinären Zuordnungen, innerhalb derer der 1930 in Wien geborene Künstler meist festgelegt worden war: Der Filmfraktion zumindest galt er bevorzugt als wesentlicher Vertreter der „ersten Generation“ der heimischen Kinoavantgarde, wurde also oft neben Filmemachern wie Ferry Radax, Peter Kubelka oder Kurt Kren genannt.

Den anderen – so auch Weibel – gilt er als genreüberschreitender Künstler, der zwischen Theorie und Praxis, Text, Skulptur, Laufbild intermedial arbeitete. Es ist durchaus bezeichnend, dass der gelernte Bildhauer (er studierte u. a. bei Fritz Wotruba) sich stetig über Versuche in experimenteller Poesie und Anlehnungen etwa an die Op-Art in digitale Bildmedien vorarbeitete. Irgendwie war Adrian als künstlerische und geistige „existenz“ überall und nirgends, was man mit Hans Petersen so formulieren könnte: Er „weigert sich, das, wofür er ist, zu konkretisieren“.

Kunstwerke seien „die einzigen modelle der wirklichkeit, die wir besitzen“, schrieb Marc Adrian 1967, durchaus wenig konkret. Sein ausuferndes, tagebuchartig in viele Richtungen peilendes Werk erzählt nicht zuletzt davon, wie komplex und kompliziert es war, den autoritären Macht- und Religionswirklichkeiten in Nachkriegsösterreich etwas entgegenzuhalten. Black Movies und Blue Movies, Bild- und Textmontagen (Inventionen) zu Poesie, Zeitgeschichte, Popkultur: „wenn man nicht weiß, wo man beginnen soll, dann beginnt man am besten irgendwo …“ Am Dienstag ist Marc Adrian in Wien gestorben.

Claus Philipp / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.2.2008