Gangway Music Reviews

Gerald Ganglbauer (Hrsg.): Gangway Music Reviews. Aus Liebe zur Musik – 101 Alben 2013 – 2021. Gangan Verlag, Stattegg 2021, A4, 104 Seiten, durchgehend in Farbe, ISBN 978-3-900530-43-3, € 25 Spende

Aus Liebe zur Musik – 101 Alben 2013-2021

Cover: Der Herausgeber im Probekeller mit „The Base“

Editorial aus der Print-Ausgabe

Eine Karriere als Rockmusiker zeichnete sich bereits in meiner frühen Kindheit ab.

2013 begann ich Music Reviews als Beilage zum Gangway Cult-Mag zu schreiben, weil ich Musik liebte und sich freier Eintritt mit Pressekarten und Promoalben günstig auf mein Kultur-Budget auswirkten.

Musikjournalisten werden mit Neuerscheinungen überhäuft, nicht immer mit dem, was sie hören wollen, aber dafür auch mit Alben, die sie sonst kaum zu Gehör gekriegt hätten.

101 Besprechungen.

Das gefiel mir sehr, obwohl jede Besprechung viel Zeit benötigt. Einerseits gab es frische Musik beim Album Release, wo man sich mit Künstlern Backstage treffen konnte, um seine Fragen zu stellen, anderseits schrieb man auch Besprechungen von Tonträgern die einem ganz ohne persönlichen Kontakt unverlangt zugeschickt wurden.

Vor Jahren hatte ich Journalismus an der Grazer UNI studiert, musikwissenschaftlich aber war ich ein Laie, weshalb meine Kritik aus dem Bauch kam, was ihr eine persönliche Note gab. Mein Zugang zur Musik war nicht über akademischen Text, sondern erlebte Gefühle, und das schätzten meine Leser.

Aus manchen dieser Begegnungen entstanden Freundschaften und Kooperationen.

Für ein online Magazin hatte ich gar nicht einmal so wenig Leser, dennoch ist es mir jetzt eine große Freude, 100 Reviews als gedrucktes Paperback zu sehen, als mein letztes Werk vor der unvermeidbaren Übergabe an Doktor Parkinsons Krankheit. Wie hinterhältig die ist, kann man sich nicht vorstellen, wenn man die Diagnose mit 48 erhalten hat.

Auch dieser Band ist ein Fundraiser zugunsten der Parkinson-Forschung.

Andererseits hätte ich mir nie erwartet, dass ich mit 60+ noch ein Rockstar sein würde, mit großartigen Künstlern Duette singe und Platten herausgebe. Musik ist die beste Therapie, das wußten schon Neil Diamond, Peter Hofmann, Ozzy Osbourne. Linda Ronstadt, Glenn Tipton, Stefan Weber und 10 Millionen Betroffene jung und alt.

Spenden in jeder Höhe für diese mit Liebe gestaltete LIMITED EDITION helfen der dringend nötigen Forschung, zeigen Anteilnahme und geben Hoffnung auf Heilung, die es bis jetzt noch immer nicht gibt, obwohl man diese schwere Erkrankung schon seit über 200 Jahren kennt.

Parkinsonline (PON) Österreich, die freundliche Parkinson Selbsthilfe.
Stmk. Sparkasse AT22 2081 5000 4318 8796

Herzlichen Dank.

Gerald Ganglbauer
Stattegg

GANGWAY wird nicht über den Buchhandel vertrieben, sondern ist in limitierter Ausgabe gegen eine Spende von € 20+ (im Doppelpack mit Gangway Kulturmagazin um € 50+ für beide) an PARKINSONG.ORG per Bankanweisung oder PayPal Link zu haben. Solange der Vorrat reicht. Erträge fließen in die Parkinson-Forschung, konkret in Travel Grants für YOPd Betroffene und Forscher zum Welt-Parkinson-Kongress in Barcelona, 2023. Mehr Einblicke gibt es auf PARKINSONG.ORG.

About Sex

Gerald Ganglbauer (Hrsg.): About Sex. Gangan Literaturmagazin Nr. 48, Stattegg 2021, 52 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-98-3, € 9,90

GANGAN Lit-Mag #48

GANGAN Lit-Mg #48

Marc Adrian | Susanne Ulrike Maria Albrecht | Bright Angel | P.Baehr | Gloria Beinhaus | Gerald Hartwig | Kerstin Lindros | Uli Sajko | Linda Marie Walker

Verlag | Buchhandel | Web

Es wird oft behauptet, wir seien heute „over-sexed and under-fucked“. Dabei stellt sich die Frage, ob es unschuldige Nacktheit gibt. Sex sells, sagen die Werber. In strengeren Zeiten war NUDE = RUDE, aber wie sieht man das heute? Was ist aus der 68er Generation und der freien Liebe geworden? – Gerald Ganglbauer, Sydney und Graz

Österreichische Zeitgenossen

Petra Ganglbauer (Gastherausgeberin): Österreichische Zeitgenossen. Gangan Literaturmagazin Nr. 41, Stattegg 2021, 52 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm, ISBN 978-3-900530-91-4, € 9,90

GANGAN Lit-Mag #41

GANGAN Lit-Mag #41

Marietta Böning | Peter Bosch | Lucas Cejpek | Manfred Chobot | Ilse Kilic/Fritz Widhalm | Margret Kreidl | Erika Kronabitter | Doris Nußbaumer | Peter Pessl | Dieter Sperl | Günter Vallaster

Verlag | Buchhandel | Web

Diese Ausgabe präsentiert auszugsweise Arbeiten von zeitgenössischen österreichischen Autorinnen und Autoren unterschiedlichster Provenienz und spiegelt damit den formalen wie inhaltlichen Facettenreichtum ihrer Werke. Wesentlich ist, dass diese Ausgabe eine Plattform für work in progress sein möchte und alleine die Tatsache zählt, dass Autorinnen und Autoren kontinuierliche Arbeit leisten, abseits von Mainstream und marktspezifischen Manipulationsmechanismen, jenseits vorgefertigter Programmschienen. Schreiben, der Prozess an sich sei hervorgehoben – Produkte fabriziert ohnehin der Markt. – Petra Ganglbauer, Burgenland und Wien

T-shirts

Für echte Fans des Kult-Verlags

„Gangan 1984–2020“

Links ein alternatives Design, die weißen Leiberln können auch mit jedem Buchcover bedruckt bestellt werden.

Damen und Herren T-shirts gibts in jeder Größe um € 20 plus Versandkosten. Bitte erlaube ca. vier Wochen Lieferzeit, da jedes einzelne erst auf Bestellung hergestellt wird.

Bestelladresse verlag@gangan.at

Gangway Kulturmagazin

Gerald Ganglbauer (Hrsg.): Gangway Kulturmagazin. Die Stattegger Jahre 2013 – 2020. Gangan Verlag, Stattegg 2021, Erstausgabe, A4, 168 Seiten, 2. ergänzte Ausgabe 200 Seiten, durchgehend in Farbe, ISBN 978-3-900530-47-1, € 50 Spende

Die Stattegger Jahre 2013 – 2020

Gerald Ganglbauer (Hrsg.): Gangway Kuturmagazin. Die Stattegger Jahre 2013 – 2020.

Editorial der Printausgabe

Als einer der frühen Netz-Pioniere publiziere ich nun schon seit 25 Jahren im “neuen” Medium. Am 3. April 1996 erschien das erste Gangway, zuerst vierteljährlich, dann in loser Folge als Weblog. Ursprünglich Literaturzeitschrift des Gangan Verlags, entstanden daraus im Lauf der Zeit vier Journale: das Gangway Cult- Mag (seit 2001 als Blog) und das Gangan Lit-Mag (bis 2019 50 Ausgaben), sowie die Gangan Reviews (seit 1999, Bücherliste hrsg. von Petra Ganglbauer) und Gangway Reviews (Rezensionen von Musik Alben, 2013).

Der Verlag (und ich) hatten von 1989 bis 2013 den Hauptsitz in Sydney, daher waren Beiträge zweisprachig. Mein aktueller Standort ist deutschsprachig, daher sind englischsprachige Artikel mit einer Ausnahme hier nicht enthalten.

Die Artikel in dieser Sammlung sind allesamt online publiziert, aber nicht in Print erschienen. Das wird hiermit nachgeholt. Weil ich krankheitsbedingt den Verlag zusperre, werden keine neuen Beiträge folgen.

Kurze Reisen etwa nach Ägypten, Griechenland, Spanien oder Berlin haben mittlerweile die Langstreckenflüge ersetzt. Material war also das steirische Kulturangebot, das im Vergleich zu Metropolen wie Perth und Sydney im Großstädtchen Graz gar nicht so schlecht war.

Mit diesem Band möchte ich auf meine journalistische Arbeit hinweisen, aber auch zeigen, wie langsam aber unaufhaltsam sich die Parkinson Krankheit in mein Leben geschlichen hat und es bestimmt.

Die 200 Seiten sind also einerseits die Dokumentation einer reichlich illustrierten Revue der Kulturlandschaft bis zur Pandemie, andererseits ein Spendenaufruf zu Gunsten der Parkinson-Forschung. Sie lassen meinen Kampf mit der Krankheit ahnen aber sind auch eine schöne Erinnerung.

Gerald Ganglbauer
Stattegg, 15. Februar 2021

PS.: Gangway ist nicht käuflich, sondern nur mit einer Spende zu Gunsten der Parkinson-Forschung zu erwerben.

Bedanken will ich mich ganz herzlich bei Ekaterina Deagot, Willi Eisenberger, Gerhard Fuchs, Fergus Grieve, Otmar Klammer, David Kranzelbinder, Berndt Luef, Nikola Milatovic, Heide Oberegger, Stephanie Obrist, Claudia Parenzan, Peter Purgar, Natalie Resch, Werner Schrempf, Robert Steiner und Helmut Utri für ihre Beiträge.

Ein Non-Profit Projekt

Spendenkonten

UniCredit Bank Austria AG
IBAN: AT58 12000 22523073500
BIC: BKAUATWW

PayPal – https://paypal.me/Parkinsong

GANGWAY wird nicht über den Buchhandel vertrieben, sondern ist in limitierter Ausgabe gegen eine Spende von € 40+ (im Doppelpack mit Gangway Music Reviews um € 50+ für beide) an PARKINSONG.ORG per Bankanweisung oder PayPal Link zu haben. Solange der Vorrat reicht. Erträge fließen in die Parkinson-Forschung, konkret in Travel Grants für YOPd Betroffene und Forscher zum Welt-Parkinson-Kongress in Barcelona, 2023. Mehr Einblicke gibt es auf PARKINSONG.ORG.

Christoph Hartner in der Kronenzeitung

Gangan, die talking drum

Gangan (Trommel) , eine westafrikanische Trommel
Gangan Verlag , ein österreichisch-australischer Verlag

Wikipedia

Wenn sich das Jahr 2020 zu Ende neigt, werden die Gangan Trommeln verstummen. Nach rund 100 Publikationen in 38 Jahren verlegerischer Tätigkeit muss ich das Geschäft, nein, das war es ja nie, also diese Leidenschaft aus gesundheitlichen Gründen endgültig aufgeben.
Es wird keine Neuerscheinungen mehr geben. Die Website(s) bleiben bis auf weiteres online und lagernde Bücher und Zeitschriften lieferbar, so lange, wie eben der Vorrat oder die Erinnerung reicht. Vielleicht werden talking drums wieder zu hören sein. Irgendwann, irgendwo.

Gerald Ganglbauer, Verleger 1984 bis 2020

Marc Adrian: Die Maschinentexte

Marc Adrian: Die Maschinentexte. Montagen, Textsynthesen, Computer generierte Texte und Permutationen. Sammlung 1966-1992. Neuauflage 2020, 192 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-900530-37-2, € 19,90

Marc Adrian galt schon in den 1960er Jahren als ein Vordenker, der mit selbsterstellten Programmroutinen auf den seinerzeit verfügbaren Computern neuartige Montagen aus Textmaterial generierte. Damals war er in einer Gruppe von “Schrift-stellern“ der Wiener Avantgarde, die aus Primärtexten mittels Loops und Permutationen neue Texte machten. Diese Montagen ergaben keine traditionell-lesbare Literatur, sondern in der Suche und Findung von Sprache und Schrift als Material visuelle “inventionen” auf Papier und in Experimentalfilmen. Heute kann das von einer künstlichen Intelligenz erledigt werden: mit “GPT-2”, einem Machine-Learning-System, das 50 Jahre nach Marc Adrians Computerexperimenten für Aufregung sorgt, da es laut der OpenAI-Foundation Texte erzeugt, die fast nicht mehr von menschlichen zu unterscheiden sind. Die Machbarkeit von Wirklichkeit hat Marc Adrian schon lange zuvor erkannt.

Umschlag Rückseite

Im Sommer 2020 (25 Jahre nach der Publikation online) hat Gerald Ganglbauer eine überarbeitete Druckausgabe der Textsammlung des 2008 verstorbenen Avantgardekünstlers und Filmemachers Marc Adrian herausgegeben.
Auch drei Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung 1991 ist “die wunschpumpe” eine der spannendsten Montagen aus dem Wiener Rotlicht-Milieu.
Liegt in dieser Textsammlung der Schlüssel, um ihren Code zu dechiffrieren?

Gerald Ganglbauer: Kopfbahnhof

Leben mit Young Onset Parkinson, 2020, 160 Seiten, ca. 150 Abb. in Farbe, Paperback, ISBN 978-3-900530-34-1, € 19,90

“Kopfbahnhof” nimmt den roten Faden auf, wo “Ich bin eine Reise” anno 2014 einen vorläufigen Halt gemacht hat.

Gerald Ganglbauers allerletztes Buch versammelt wesentliche Begegnungen und Stationen aus dem Leben des Autors und Verlegers, die jedoch ganz bewusst unprätentiös geschildert werden: Das Leben als Sammelsurium, als Ansammlung von Begebenheiten, die hier nacheinander, eigentlich beinahe nebeneinander zutage treten. Abschiede und Wiederbegegnungen, Zufallsbekanntschaften und Reiseabenteuer, der Verweis auf bisher erschienene Bücher des Autors, auf die Liebe, auf Sex und das alles präsentiert sich unter der Vorherrschaft der Krankheit Parkinson, an welcher Gerald Ganglbauer leidet und die ihn zunehmend belastet und einschränkt.

Jedoch weder diese Krankheit, noch andere „große“ Themen, wie die erste Liebe etwa, werden inszeniert, im Gegenteil. Gerald Ganglbauer schildert seine Lebensstationen unaufdringlich, protokollarisch, mit leiser Stimme. Diese beinahe introvertierte Schreibweise steht im Gegensatz zu manchem Thema, das hier angesprochen wird. Denn er schreibt ganz offen auch über heute noch teilweise Tabuisiertes, überhöht jedoch nichts, dramatisiert nichts.

Ein Buch über das Leben, über jene Bereiche, die dem Autor wichtig sind und die wie kurze kleine Blitzlichter auftauchen um sofort wieder zu verschwinden, wenn das nächste Lebens-Kapitel angesprochen wird. Gerade dieser Abtausch von Kurztexten, die stets authentisch mit Fotos bebildert sind, macht das Buch kurzweilig und macht es zum Leben selbst.

Denn das Leben kommt und geht – jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jeden Augenblick.

Kopfbahnhof

Gerald Ganglbauers letztes Buch gibt es jetzt auch als gebundene Sonderausgabe in der exklusiven Edition Parkinsong.

ISBN 978-3-900530-36-5, € 30,oo

Bestellungen edition@parkinsong.org

 

Nina Schemmerl in der WOCHE vom 14. April 2021

Die Zukunft [der Literatur]

Max Höfler (Ed.): The Future [Of Literature] bilingual, Paperback, 176 pp. ISBN 978-3-900530-50-1, € 9,90

GANGAN Lit-Mag #50 Taschenbuch

50-print-cover-U1
#50 EN

Konstantin Ames | Thomas Antonic | .aufzeichnensysteme | Iris Colomb | Ann Cotten | Crauss. | Brigitta Falkner | Frédéric Forte | Steven J. Fowler | Natascha Gangl | Mara Genschel | D. Holland-Moritz | Zuzana Husárová | Maja Jantar | Benediktas Januševičius | Mark Kanak | Ilse Kilic | Barbi Marković | Robert Herbert McClean | Alexander Micheuz | Nick Montfort | Fiston Mwanza Mujila | Simona Nastac & Olga Stehlíková | Jörg Piringer | Tomáš Přidal | Robert Prosser | Stefanie Sargnagel | Bernhard Saupe | Clemens Schittko | Ulrich Schlotmann | Stefan Schmitzer | Martin Glaz Serup | Muanis Sinanović | Dieter Sperl | Ulf Stolterfoht | Kinga Tóth | Mathias Traxler

#50 DE

Für unser letztes GANGAN Lit-Mag habe ich Max Höfler als Gastherausgeber gewählt. Er ist ein gut vernetzter Autor der mittleren Generation und 38 Schriftsteller*innen sind seiner Einladung in die Jubiläumsnummer gefolgt. Das läßt eine Zukunft [der Literatur] erahnen, der ich viel Erfolg und Spass am kreativen Schreiben wünsche. – Gerald Ganglbauer, Stattegg-Ursprung, 1. November 2019

Verlag | Buchhandel | Web

Medieninformation

Das letzte Gangan Literaturmagazin

Von 1996 bis 2019 erschienen rund 600 internationale Beiträge im Gangan Lit-Mag

Noch rechtzeitig vor Weihnachten 2019 ist das Lit-Mag #50 von Gerald Ganglbauer erschienen, als letztes seiner Art, wie der langjährige Verleger, Herausgeber und Autor betont.

Wobei er sich für die 50. Ausgabe einen Gastherausgeber geholt hat, den 41jährigen Autor und früheren Literaturbeauftragten des Grazer Forum Stadtpark, Max Höfler. Der konnte weitere 38 Autorinnen und Autoren gewinnen, deren Texte sich auf 176 Seiten finden.

Die Liste reicht von A wie zum Beispiel Konstantin Ames über K wie Ilse Kilic und S wie Stefanie Sargnagel bis T wie Kinga Toth. Nicht unter G, sondern außerhalb der alphabetischen Reihung findet sich Verleger Gerald Ganglbauer. Der hat zwar keinen literarischen Text beigesteuert, ist aber für die Gesamtgestaltung des „Lit-Mag“, das eigentlich ein Buch ist, zuständig.

Die Frage, warum die Nummer 50 den Schlusspunkt setzt, beantwortet Verleger Gerald Ganglbauer im Online-Auftritt: „Mit einer 176-seitigen Jubiläumsnummer verabschiede ich mich von dir, geschätzter Leser, denn auch meine Party, mein Honeymoon mit Parkinson, ist vorbei.“ Auch wegen dieser Erkrankung ist Ganglbauer zwei Jahrzehnte nach Gründung des Projekts Gangan Literaturmagazin in Sydney, Australien, wieder an seinen Ursprung zurückgekehrt. Und zwar im Wortsinn: Er bewohnt ein Häuschen in Stattegg-Ursprung bei Graz.

Das Lit-Mag #50 gibt es um wohlfeile EUR 12,90 über www.gangan.at zu erstehen. Wahlweise deutschsprachig – Die Zukunft [der Literatur] – und englisch – The Future [Of Literature]. Wobei man, um die Texte lesen zu können, auch die deutsche Sprache beherrschen sollte. Denn bei den einzelnen Beiträgen wurde die Originalsprache, zumeist die deutsche, beibehalten.

Mit herzlichen Grüßen
Martin Novak

Die Kronenzeitung am 22.12.2019

Fühler in die Zukunft ausstrecken

Die Zukunft [der Literatur]. Hrsg.: Max Höfler. Gerald Ganglbauers Literaturmagazin Nummer 50.
Gangan Verlag, Graz, 2019.

Gerald Ganglbauers Literaturmagazin Nummer 50

Gänzlich auf der Höhe der Zeit, denn wie sollte man sonst die Fühler in die Zukunft ausstrecken, findet sich die von Max Höfler zusammengestellte 50. Ausgabe des Gangan Lit-Mags.

„Die Zukunft [der Literatur]“ ist die Gegenwart. Doch die Gegenwart sprengt die zeitlichen und formalen Fesseln. Die hier versammelten Texte sind also gewissermaßen zeitlos.

Insgesamt 38 zeitgenössische Autorinnen und Autoren, darunter Ann Cotten, Ulrich Schlotmann, Stefan Schmitzer, Ilse Kilic, Mark Kanak oder Kinga Tóth reiben sich an der Sprache und ihrer Kombinatorik, setzen Visuell Poetisches in Szene, gestalten angeregt und anregend mit Schrift, Text und Papier. Arbeiten sich ab.

Es gibt Zeitschriften, die konventionell sind und es gibt solche, die sich dem Zugang nicht freiwillig erschließen, die, ganz im Gegenteil, sich und ihr elaboriertes Potenzial quasi einbunkern.

Das vorliegende Magazin öffnet sich, gerade weil der Level ein avancierter ist und sich die akribischen Verstiegenheiten an der Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft, Literatur und Kunst, Literatur und Literatur, Literatur und Gesellschaft finden.

Hier wächst Sprache über sich und somit über das Heute hinaus.

Die Präsentation von Gerald Ganglbauers Literaturmagazin Nummer 50 am 25.3.2020 im Grazer Forum Stadtpark musste leider abgesagt werden (lt. einer Verordnung gegen die Ausbreitung des Corona-Virus).