Das Bild anfängt stehen

Peter Köck: LXIV Etüden in Haiku (=Hokku)
Gedichte | 8
Das Bild anfängt stehen. Gangan Verlag, Wien 1989 
64 Seiten, Englische Broschur, 21 x 14.5 cm 
ISBN 3-900530-14-9 | Amazon | Verlag | Buchhändler | € 7,90

Das-Bild-anfaengt-stehenüber das hokku
du sollst das hokku wie eine mutter sprechen, die ihrem kind die geschichte vom guten mond erzählt. nämlich wie eine schöne junge mutter von einem überaus sanften schönen mond. ruhig und verträumt und mit stiller herzlicher freude in den geschlossenen augen. sie steht am fenster oder irgendauch im warmen gras der sommerlichen gärten. der wind schläft schon in den bäumen und die vögel singen nur ganz von fernher …
… so bitte sprich das hokku.
H. C. Artmann

‘die welle entlang
wo der damm aufhört und das
bild anfängt stehen’.

Ohne-Titel-Peter-Koeck.jpg
Peter Köck: Ohne Titel (Tusche auf Papier, ca. 1988)

Magdalena Sadlon: 41 Anagramme

Man sucht ein Leben lang. Gedichte|7. Gangan Verlag, Wien 1988, Cover: Gerald Ganglbauer, 64 Seiten, 21 x 14.5 cm, ISBN 3-900530-11-4 (Englische Broschur) € 7,90

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Man-sucht-ein-Leben-langIn den Anagrammen Magdalena Sadlons wirkt das Vorbild Unica Zürns nach, aber auch die weiterreichende Tradition des “irregulären” Europa und seiner “dämonenumwitterten Nachtseite” … so arbeitet Sadlon mir sprachlichem Material, das aus der bekannten Welt stammt, und entlockt ihm Satzfetzen und Sätze, die auf die in ihm verborgene Welt weisen. Barbara Alms

Um “Umstellungen der Worte” geht es ihr, um Wortspiele, vielleicht auch um Decknamen, um das Bilden von Verbindungen. Ebenso zeigt sie uns Lautreihen, die, vor- und rückwärts gelesen, einen Sinn ergeben. Sie hat sich gut informiert über Wortspielereien und erläutert anschaulich alle Geheimnisse geschriebener Buchstabenreihen, findet Anklänge an Surrealisten ebenso wie an Barockdichtungen. Brigitte Mayr

Sie ist eine Meisterin in dem, was man die “Alchemie des Wortes” genannt hat. … Sadlon erzeugt aus der simpelsten Wendung Energien. … Zwischen der Anordnung der vermeintlich normalen Wortfolge und poetischen Zeilen der Permutation entsteht eine Spannung, die der zwischen Alltagsrede und poetischer Rede entspricht. … Die Anagramme Magdalena Sadlons mobilisieren unsere Phantasie.
Wendelin Schmidt-Dengler

Josef Haslinger: Rotweissbuch

Österreichische Autoren zum Anschluß 1938. Gangan Verlag, Wien 1988, 128 Seiten, 19 x 12.5 cm, ISBN 3-900530-13-0 (Paperback) 9,90 €

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RotWeissBuchChristoph Wilhelm Aigner • Herwig Alth • Reinhold Aumaier • Johann Barth • Georg Bydlinski • Gustav Ernst • Janko Ferk • Antonio Fian • Waltraud Haas • Hans Haid • Werner Herbst • Klaus Hoffer • Adolf Holl • Evelyn Holloway • Eva Jancak • Ernst Jandl • Gerhard Jaschke • Marie-Thérèse Kerschbaumer • Friederike Mayröcker • Marcel Meyrath • Manfred Moser • Elisabeth Netzkowa • Andreas Okopenko • Walter Pilar • Elisabeth Reichart • Gerhard Roth • Magdalena Sadlon • Michael Scharang • Christian Schiff • Katja Schmidt-Piller • Sabine Scholl • Franz Schuh • Julian Schutting • Norbert Silberbauer • Peter Turrini • Liesl Ujvary • Herbert J. Wimmer

Reinhold Aumaier: Ein BedROHlichES

Gedichte|6. Gangan Verlag, Wien 1988, 64 Seiten, 8 Collagen, 21 x 14.5 cm, ISBN 3-900530-21-1 (Englische Broschur) € 7,90

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ein bedrohlichesWie die gegenwärtige Welt, enthält auch die moderne Literatur, gleich aller modernen Kunst, einen mehr oder minder großen Anteil an Ekelhaftem. Ich, als Zeitgenosse, liebe diesen leichten Brechreiz, der sich bei meinen Begegnungen mit moderner Kunst alsbald einstellt. Reinhold Aumaiers Gedichte und Collagen verfügen über solche Auslöser von Übelkeit in reichem Maße und entsprechen auf diese Weise den Anforderungen, die heute an Dichtung zu stellen sind. – Ernst Jandl

Petra Ganglbauer: Zusammenzuraffen wäre also nichts

Gedichte|5. Gangan Verlag, Wien 1987, 64 Seiten, Cover: Gerald Ganglbauer, Foto: Elisabeth Wörndl, 21 x 14.5 cm, ISBN 3-900530-08-4 (Softcover) € 7,90

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Zusammenzuraffen-waere-also-nichtsDieser Band dokumentiert meinen Versuch, mich von abbildender, situationsbedingter Lyrik zu entfernen. Mein Interesse gilt den Lücken, Schraffen, Zwischenräumen, blanken Stellen, Spannungen und Schwingungen, die durch ihren Hinweis auf ein mögliches Dahinter, Darüber oder Darunter, Wirklichkeit erst transparent werden lassen. Dennoch müssen die Ergebnisse dieser partiellen Sichtbarmachung immer wieder mittels Entgegnungen, Ergänzungen, Widerhaken (Klammerausdrücke) in Frage gestellt werden.

Anton Thuswaldner (Salzburger Nachrichten)